| Konzept |
Wie kann eine Kunstausstellung zu einem Ort kommunikativer
Begegnung und gleichzeitig einem Pol der Ruhe und Kontemplation
werden?
Der Little garden of sounds von Wolfram DER Spyra hat
diesen scheinbaren Widerspruch 1997 im Beiprogramm der documenta
X ganz selbstverständlich aufgelöst. - Für
über 10.000 BesucherInnen, die während der 100 Tage
den Garten besuchten, erübrigte sich zudem die oft gestellte
Frage, ob das, was man sah und hörte wohl einer bestimmten
Kategorie von Kunst, Musik oder sonstiger Kulturform zuzuordnen
sei ebenso wie die Problematik, ob man sich wie ein Kunstrezipient
oder eher wie ein Biergartenbesucher zu verhalten habe. |
| So unangestrengt und scheinbar alltäglich
die Begegnung mit der Kunst im "Garten der Klänge"
vollzogen werden konnte, so überraschend und gänzlich
ungewöhnlich waren die Eindrücke, die Spyras Klangskulpturen
auf die Gäste hinterließen: Wer hatte zuvor Stadtgeräusche
rückwärts gehört, sich mit völlig Unbekannten
an einen Round table gesetzt, um non-linguistische Lautkommunikation
zu betreiben, wer hat jemals singenden Blumen, sprechenden
Regentonnen und der Schwingung seines eigenen Körpers
gelauscht, und wer hat in seinem bisherigen Leben einen Stadtplan
mit den Ohren "gelesen" oder unterirdischen Wesen
beim Musizieren zugehört? |
| Die Planung zur Ausstellung dem Little
garden of sounds 2 orientiert sich in ihrer Grundkonzeption
am Little garden of sounds; die örtlichen und
kontextuellen Gegebenheiten (documenta-Beiprogramm) legen
dies nahe, ebenso wie die große Resonanz, die diesem
Ausstellungskonzept von allen Seiten entgegengebracht worden
ist: Jeder wird willkommen sein, Eintritt wird freiwillig
bezahlt, der Künstler wird zu 100% der Ausstellungszeit
sowohl anwesend als auch bereit sein zu Gesprächen aller
Art, und wenn jemand keine Lust auf Kunst haben sollte, kann
er trotzdem in Ruhe seinen Kaffee trinken. - Völlig neu
und neuartig hingegen werden die präsentierten Arbeiten
sein, denn die Überraschung, ein Teil des Konzeptes,
kann in ihrem Selbstverständnis nicht auf Bewährtem
aufbauen! |
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| Listening Lounge |
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left: 2 iPods,headphones, soundscapes
and music in mp3
right: iMac, headphones, acoustic sound map
of Kassel
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links: 2
iPods, Kopfhörer, Klanglandschaften und Musik in
mp3
rechts: iMac, Kopfhörer, Akustischer Stadtplan
von Kassel |
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Furniture Design / Möbeldesign:
Kemna Produktgestaltung und Entwicklung
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| Kann als eine Art Klangarchiv
bezeichnet werden...Die extrem hochwertigen Kunstkopf-Aufnahmen
sogenannter "Soundscapes" werden für die Benutzer
(in Geräuschgruppen sortiert) über Computer
- Interfaces abrufbar und können stufenlos mit
den realen Umgebungsgeräuschen vermischt werden.
Außerdem wird auf einem Rechner eine neue Version
des "Akustischen Stadtplanes von Kassel" auf
CD-Rom präsentiert, die in Zusammenarbeit mit dem
Vermessungsamt der Stadt Kassel entstanden ist. |
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| Drum Table |
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drum interface, 8 touch dynamic pads, headphones
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| Schlagzeuginterface, 8 anschlags-empfindliche
Flächen, Kopfhörer |
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| Multi - user - percussion
- instrument. Wer seine Hände nicht ruhig halten
kann und die Nerven seiner Mitmenschen durch ständiges
Trommeln auf Tischen und anderen Gegenständen strapaziert,
kommt hier voll auf seine Kosten. Über 8 in die
Tischplatte eingelassene Drum-Pads kann hier getrommelt
werden, was das Zeug hält...selbstverständlich
über Kopfhörer und mit beliebigen Raumeffekten. |
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| Round Table |
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table, 6 headphones, fx processor
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| Tisch, 6 Kopfhörer,
Effektprozessor |
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| Ausgestattet mit den neuesten
technischen Innovationen der virtuellen Klangformung
(Voice Modelling, Granular-Synthese, Interaktive Steuerung)
ermöglicht dieses Klangkunstwerk bisher ungeahnte
Erfahrungen auf dem Gebiet des kreativ-spielerischen
Umgangs mit Sprache und Stimmlauten. Präsentationsort:
Großes Gewächshaus. |
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| Radio Sequencer |
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sequencer and 8 radio receivers
red: volume 1 - 8, blue: decay time
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Sequencer und
8 Radioempfänger
rot: Lautstärke 1 - 8, blau: Abfallzeit |
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| TV Demodulator |
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tv stills, photo resistors, torch, Mac, cv to MIDI
interface
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TV Standbilder, Fotowiderstände, Taschenlampe,
Mac, cv to MIDI interface
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photo realisation / Fotorealisation: Dieter Schwerdtle
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| Klangsportgerät |
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walker, bpm counter, beat box, amplifier and loudspeakers
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| walker, bpm counter, beat
box, Verstärker und Lautsprecher |
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| Ein Mini-Biotop,
in dem die Wechselwirkungen Mensch-Maschine, Mensch-Natur
und Maschine-Natur auf dem Hintergrund körperlicher
Ertüchtigung neu ausgelotet werden kann. Die Schrittgeschwindigkeit
des Laufbandes steuert den Beat elektronisch erzeugter
Musik, ferner ist die bewegte Darstellung natürlicher
Umgebungen über eine stereoskopische Datenbrille
vorgesehen. |
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| Friends and colleagues |
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passage of the cyclus "Postgeschichten" from Reimar
Fries, recited by Harald Lüders, phone box, receiver,
cd player
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Text von Reimar Fries aus dem Zyklus "Postgeschichten",
gelesen von Harald Lüders, Telefonzelle, Telefonhörer,
CD – Spieler
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| Living Plants |
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video by Katrin Leitner and Wolfgang Peter, hotbed,
monitor, video recorder
seed powered by Samen Rohde
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Video von Katrin Leitner und Wolfgang Peter, Frühbeet,
Monitor, Videorekorder
Pflanzensamen powered by Samen Rohde
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| Kraut-Movies
inmitten der geregelten Aufzucht von These und Unkraut;
ein wechselnd´ Weben, ein glühend´ Leben... |
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| P.A.S.S. |
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Portable ambient sound system
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5 mobile Geräte dieses patentierten und hinreichend
bekannten Systems können während der gesamten
Ausstellungsdauer für akustische Stadterkundungen
ausgeliehen werden.
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| Rollenspiel
by Thomas Gerwin |
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object, composed musik
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Objekt, komponierte Musik
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| Aus einer
blauen Schüssel auf einem lindgrünen Quader
dringen die Geräusche von rollenden Holzkugeln.
Jede halbe Stunde formieren sich die Klänge zu
einer mehrfach preisgekrönten elektroakustischen
Komposition. |
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| Sound Lounger |
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| Die neu entwickelte Spyra-Klangliege,
die im März 2002 erstmals öffentlich auf der
ITB Berlin präsentiert worden ist, kann hier ausgiebig
getestet werden. Während der Ausstellungszeit soll
außerdem eine Designer-Version vorgestellt werden... |
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