| review:
www.stephan-schelle.de |
| Zweiter - und zugleich auch zweiter deutscher
- Act des Tages war Spyra aus Kassel. Ich war sehr gespannt,
was mich denn nun erwartet, da ich seine Musik zwar noch nicht
kannte, aber ihm durch diverse Plattenkritiken und Infos von
Freunden nur gute Kritiken beschert wurden. Er wurde mit den
Worten angekündigt, daß er eigentlich auf Techno- und Chill-Out-Veranstaltungen
zu Hause ist. |
| Wolfram trat alleine auf und hatte sich hinter
seinen Geräten "versteckt". Leider war daher nicht viel von
ihm zu sehen. Es stellte sich aber heraus, daß er keinen Grund
hatte sich zu verstecken. Die Klangqualität, die im Saal zu
hören war, war nicht mehr mit der von Keller & Schönwälder
zu vergleichen. Die Sounds kamen glasklar und in einer perfekten
Lautstärke aus den Boxen. Ich hatte das Gefühl, als sei die
komplette Anlage ausgetauscht worden. |
| Spyra überraschte durch seine Sounds, die
ich so noch nicht gehört hatte. Die insgesamt vier Stücke,
die er (lt. seinen Angaben) spielte, waren zwar rhythmisch,
paßten aber gut in das Konzept eines typischen E-Live- bzw.
KLEM-Tages. Die Stücke selbst sowie ihre Reihenfolge wurden
von Wolfram spontan zusammengestellt. Er soll nicht ganz so
"hart" gewesen sein, wie man es von seinen CD's kennt, bestätigte
mir ein Zuschauer, der seine Platten kennt. Der Rhythmus ließ
jedoch so manches Mal mein Bein zucken. Zwischendrin wurden
einige Passagen gespielt, die etwas schräg klangen, aber trotzdem
gut in die Musik paßten. Die Stereoeffekte, die Spyra aus
den Boxen zauberte waren sehr eindrucksvoll. Während des ganzen
Konzertes kam keine Langeweile auf. |
| Neben der Musik wurden dem Publikum nur spärliche
visuelle Effekte in Form einiger Scheinwerfer geboten. Spyra
setzte allerdings mehrere Male seine selbst mitgebrachte Nebelmaschine
ein (Er konnte seinem Laster nicht widerstehen und zündete
sich einige Zigaretten an). Leider war das Konzert auch nach
etwas mehr als einer Stunde - ohne eine Zugabe - zu Ende.
Warum die Zuschauer nicht weiter klatschten und so schnell
das Licht anging, bleibt wohl ein Rätsel. |
| Für mich und einige Bekannte war das Konzert
von Spyra der Höhepunkt des Tages. |
| Stephan Schelle, www.stephan-schelle.de |
|
|
 |