Etherlands
---------------------------------
Etherlands (release 1999)
Fax records / LC 62 69/ PS 8 / 93
Cover Graphics: Sebastian "HAL 9000" Fries
1 The Synthesizer Experience 4:42 lo-fi | hi-fi
2 Radio Noordzee 6:04  
3 Monotonous Stereo Part I 7:27  
4 Birds on the Wire 8:22 lo-fi | hi-fi
5 Six Miles South of Hastings 7:45 lo-fi | hi-fi
6 Monotonous Stereo Part I 12:48  
7 Etherlands Part I 12:16 lo-fi | hi-fi
8 Etherlands Part II 11:56  
9 Mellotron Etude 2:33  
cover artwork
credits and liner notes
EHRENFELD 1999
This recording is dedicated to all Pirate radio stations
All tracks written by DER Spyra (Additional sequence programming on track 8: Steffen Dittmar)
Greetings to: Lisa, Burnt, Pete, Klaus, Hai, Reimar, the Ringvogulator unit, Radio Noordzee, Mr. Wagner, Mr. Mackie, Mr. Moog, Mr. Kurzweil, Mr. Palm, Mr. Jott Dee, Mr. Mellotron, Mr. Solina, Mr. Vermona, Mr. 100f, Mr. Poly6, Mr. Doepfer, Mr. Clavia and all sailors in the high seas
Mixed on Mackie consoles
Info:
Spyra says: "This is the best CD that I've ever made", and, in fact, we won't argue about that although we also like his well-selling fax-releases "Phonehead", "Sferics" and the co-production "Virtual Vices" with Pete Namlook.
"Etherlands", which is a reference to the invisible ether and to all people who work in independent radio stations, is the logical continuance of " Sferics". It is a stocktaking of Spyra's music that indeed shows the wide range of freedom of movement within his own genuine style:
"The Synthesizer Experience" is an 801es-like dance piece, which leads us directly to the time when Spyra started to make electronic music, "Radio Noordzee" with ist dub-like rhythm is most typical of Spyra's nowadays (live!)music, "Monotonous Stereo" shows that an experiment with a stereo dissection of a paradiddle within a 7/8 pattern range can (although this description might sound very weird) be a bliss to listen to, "Six miles south of Hastings" refers to "10 high minus 12 meters", on Spyra's "Sferics"-CD and in that way to Birth Control and 70ies space rock, and the title piece "Etherlands" is an Odyssey-like journey through the the hidden world of Ether-waves with classical sequence programming, wonderful melodies and tape-echoed experimental soundscapes. The inter- and extermezzi "Birds on the wire" and "Mellotron Etude"-- (wich is beneath "Radio Noordzee" K. Schulze's most favourite track on this album) are pure melodic chillout tracks that are inspired by the vintage sounds of the famous Mellotron.
review: Intro
Vor gut zwei Jahren gab es In Plattenläden ein Thema, über das man immer reden konnte: den wahnwitzigen Output von Uwe Schmidt (Atom Heart u. v. m.) und dessen "Fax"-Label (Anm.: Gemeint ist hier wohl eher Pete Namlook!). Fast alles war und ist gut. Und doch ist des Ein-großesAlbum-pro-Woche- Gerede leiser geworden, "Etherlands" von Spyra ist mal wieder so ein großes, bescheidenes Album. Erste Assoziation: diesmal nicht Kraftwerk, trotz der Antenne("Antenna" von "Radioaktivität")ouf dem Cover .Sondern Komputer,nur ohne den doofen - Gesang und die blöden Texte. Statt dessen vielversprechende Walter Carlos-Titel wie "The Synthesixer Experience" oder "Mellotron Etude". Dazu tolle Kuschelelektronik, ganz warm und eben, die auch mal am Rande des Kitsches entlangschrammen darf. Und des alles ohne Störung und Kabelbruch, kein Add-N-to-(X)-Anarchismus. Ein kleiner Schatz, bei dem ich mich frage, warum er nicht auf Vinyl veröffentlicht wird. Da gehört er nörnlich hin.
Sascha Ziehm, Intro 05/1999
review: RegioTONal
Der Kasseler Wolfram Spyra, auch bekannt als DER Spyra, spuckt seine Syntheticals In so rascher Folge aus, daß man mit dem Hören kaum nachkommt - und mit dem Applaudieren erst recht nicht. Verblüffend nämlich, daß auch auf "Etherlands" - jener Äther ist gemeint, auf dessen Wellen Pitatenstationen wie "Radio Nordzee" (Track 2, gespickt mit illegalen O-Tönen) senden - nichts wie am Fließband gefertigt klingt. Überragend: der zweiteilige, unterm Strich gut 24 Minuten lange Titeltrack, in dem DER Spyra klassisch-kosmische Berliner Sphären à la TD und KS mittels einer Rhythmussequenz in Düsseldorfer Schule-Manier erdet. Ähnlich überzeugend kriegt den Brückenschlag von der Spree zum Rhein derzeit kein zweiter hin.
Nachsatz: Kaum hat der Electrodromteur obige Laudatio verfaßt, fällt ihm aus dem Spyra-Päckchen noch ein zuvor übersehener Zettel entgegen. "Nicht, daß Du den Eindruck erhältst, Ich würde mit der Fließband-ProduktIon beginnen! Das Gegenteil Ist der Fall: Etherlands' (Teil 2 einer Radlowellen-Trilogie, die mit "Sferics" (siehe KEYBOARDS 10/98) begann) ist die aufwendigste und nach meiner Meinung beste Platte, die Ich bisher gemacht habe, also alles andere als ein Schnellschuß."
Na, dann sind wir uns ja einig.
RegioTONal
review: Fritz
Selten zuvor schmiegten sich Wolfram DER Spyras Werke so eingängig in die Gehörmuscheln. Während der Opener "The synthesizer experience" in eine Hochzeit elektronischer Musik, nämlich die 80er Jahre, zurückgeht, geht es mit dem Stück "Six miles south of Hastings" schnörkellos und geradlinig ab. Space Rock eben. Wem das alles zu heftig sein sollte, der kann sich bei der "Mellotron Etude" und bestem Chillout-Futter entspannen. (EMC)
be, Fritz 05/1999
review: HNA
Wenn Wolfram DER Spyra, der wohl erfolgreichste Kasseler Elektronikmusiker, eine neue CD präsentiert, dann kann man sich auf eines verlassen: ein in sich schlüssiges Happening, ein künstlerisches Rundum-sorglos-Paket sozusagen.
Die neue Scheibe heißt "Etherlands", was man mit ätherischen Landen übersetzen könnte. So durchwehte das leicht untertemperierte Flair von Ambient-Musik am Donnerstag zur Release-Party die Factory. Das begann bei Klanginstallationen im Foyer und reichte bis zur "Brain Machine" in der Künstlergarderobe, die zur Meditation zum Klang von Alphawellen einlud. Selbst das Buffet, das ausschließlich Obst bot, reiht sich in asketischer Kühle hier ein.
"Ambient" muß man sich als eine Art Musiktapete vorstellen. Das ist nichts Ehrenrühriges, immerhin wollte schon Erik Satie vor fast achtzig Jahren seine "Gynmopedies" so verstanden wissen. Musik, die eben nicht nach dem Adrenalinschub schielt, sondern den Geist beruhigen, vielleicht gar in Trance versetzen, einen Klangraum schaffen soll, ohne sich aufzudrängen.
Entsprechend relaxt geht es auf der Bühne zu, was den Gastauftritt von Atemur und Submania nah an die Geisterstunde schob. Ohne Hast bewegt sich Wolfram der Spyra in seiner Festung aus Computern, Sequenzern und Keyboards, läßt in majestätischer Ruhe seine Klangbilder entstehen und verklingen. Die Pausen zwischen den Stücken füllt DJ Adrian mit Musik aus der Konserve.
Höhepunkte bilden Experimente mit den Bow Chimes, einem Instrument, das der Amerikaner Robert Rutman vor dreißig Jahren erfand und das der Spyra von diesem geliehen hat. Es besteht aus Stahlstangen sowie einem gigantischen Blechkleid und Iäßt sich auf verschiedenste Weise mit dem Bogen bearbeiten. Die dabei entstehenden fremdartigen Töne vermischt der Künstler in fließenden musikalischen Bewegungen mit der Musik vom Computer. "Soundscapes", Klanglandschaften nennt die Ambientszene ihre musikalischen Ergebnisse, und treffender lassen die sich nicht beschreiben.
Wolff v. Rechenberg, HNA 17.04.1999
DHTML disabledX
your browser is unable to properly show dynamically created content.
please click HERE for detailled information on DERSPYRA
DHTML disabledX
your browser is unable to properly show dynamically created content.
please click HERE for detailled information on DERSPYRA
[ text headlines navigation for dhtml-capable browsers ]